Was ist die Short Sale Liste

Das Federal Reserve Board (FED) gibt eine an den aktuellen Risikobedingungen angepasste Liste von Aktien heraus, die zum Short Sale freigegeben wurden, um Trader wie auch Broker zu schützen. Um ein Wertpapier shorten zu können, muss die Aktie von der FED als marginable gekennzeichnet und somit auch zum Verleih oder Kauf auf Kredit freigegeben sein. Darüber hinaus muss sie auch shortable sein. 

So erfahren Trader, ob eine Aktie shortabel ist

federal reserveOb nun ein bestimmtes Wertpapier überhaupt für das Shorten freigegeben ist, erfahren Trader aus einer Liste, die der Broker bereithält. In der Regel kann diese Liste online abgefragt werden. Ist nun die gewünschte Aktie zum Shorten freigegeben, muss der Broker auch die gewünschte Stückzahl vorrätig haben oder zumindest beschaffen können.

Vom Shorten ausgeschlossen sind generell alle Aktien, die unter fünf Dollar notieren oder die ganz neu innerhalb der letzten 30 Tage an der Börse zu handeln sind. Diese Zahl ist allerdings inoffiziell und an ihr orientieren sich die meisten Broker – es kann allerdings genauso sein, dass einige Aktien auch bereits schon nach 20 Tagen geshortet werden können – dies hängt alleine vom Broker ab. Der Hintergrund ist, dass einige Broker schlechte Erfahrungen mit volatilen Aktien gemacht haben und für ihre Kunden geradestehen mussten, als ihre Leerverkäufe gescheitert sind. So musste Ende 1998 der Online Broker Ameritrade 1,6 Millionen aufwenden, um die Leerverkäufe seiner gescheiterten Kunden abzusichern.

Clearing – Überwachung der Kundenkonten

Neben der FED und dem Broker ist für Kunden das Clearinghouse eine weitere wichtige Instanz. Auch wenn Trader kaum selber in Kontakt mit dem Clearing kommen, hat das Clearing aber einen direkten Kontakt zu dem Kundenkonto. Das Clearinghouse stellt sicher, dass die Margin Limits eingehalten werden und überwacht daher die Accounts.

Gleichzeitig stellt das Clearing die Short Sale List aufgrund der Vorgaben der FED zusammen und gibt sie an den Broker weiter. Dabei kann es vorkommen, dass die Short Sale Liste des Clearinghouse nicht mit der der FED identisch ist, sie kann durchaus auch kürzer sein. Niemals allerdings darf sie die restriktiven Vorgaben der FED überschreiten. Auch der Broker kann die Liste noch weiter einschränken. In der Regel macht er dies nach Risikoaspekten, jedoch darf er niemals weitere Aktien hinzufügen.

Das Clearinghouse ist eine Intuition oder ein Unternehmen, das im Bereich von Wertpapier- oder Währungs-Transaktionen für das Clearing und Settlement zuständig ist und in der Regel auch die Rolle der zentralen Verwahrung der Wertpapiere übernimmt. Die Clearinggesellschaften funktionieren dabei meistens als als Central Counterparty und wickeln die Finanzgeschäfte zwischen den verschiedenen Parteien zentral ab.

Diese Abwicklung von Finanzgeschäften über ein zentrales Clearinghouse hat verschiedene Gründe:

  • Die zentrale Clearinggesellschaft kann die verschiedenen Aufträge bündeln.
  • Die Transaktionskosten können reduziert werden.
  • Das Risiko wird minimiert.

Clearinggesellschaften betreiben ein stark ausgeprägtes Risiko-Controlling. Gleichzeitig bleiben Verkäufer und Käufer durch die Zwischenschaltung des Clearinghouse zueinander anonym.


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