Unterstützung und Widerstände im binäre Optionen Handel

Unterstützungen und Widerstände sind sehr wichtige Hilfsmittel beim Trading, sie geben Kursniveaus an, an denen der Kurs drehen kann. Die charttechnischen Marken von Unterstützungen und Widerständen sind die ältesten in der technischen Analyse verwendeten Muster, sie werden sehr oft mit den englischen Begriffen Support und Resistance bezeichnet. Auch Fundamental-Analysten verwenden Unterstützungen und Widerstände.

Unterstützung und Widerstände

Die Unterstützung

findet sich auf einem Kursniveau unterhalb des aktuellen Kurses. In diesem Preisbereich herrscht ein Kaufinteresse, das groß genug für neue Käufe ist. Die Aktivitäten der Marktteilnehmer bezüglich neuer Käufe übersteigen diejenigen der Verkäufer. Ein vorheriger Kursrückgang kommt zum Erliegen, der Kurs steigt wieder. Erkennbar sind Unterstützungen durch vorherige Tiefs, die auch mehrfach auf einer Ebene eine Parallele bilden können.

Der Widerstand

findet sich im Gegenteil über dem gegenwärtigen Kursniveau, in seinem Preisbereich überwiegt das Verkaufs- das Kaufinteresse. Die Kurse prallen daher am Widerstand ab, ein Kursanstieg endet, die Kurse fallen wieder. Sie können auch auskonsolidieren, dasselbe trifft auf Unterstützungsniveaus zu. Widerstände sind durch vorherige Kursgipfel zu erkennen, die wiederum mehrfach auf parallelen Niveaus liegen können.

Berechnung von Pivot-Punkten als Unterstützungen und Widerstände

Unterstützungen und Widerstände lassen sich als Pivot Punkte berechnen, dieses Hilfsmittel wird in der technischen Analyse sehr gern genutzt. Für die Berechnung kommen die Hoch-, Tief- und Schlusskurse der vorangegangenen Periode (im klassischen Fall ein Handelstag) zum Ansatz.

Pivot Punkte

Legende:

  • H = High (Hoch des Vortages)
  • L = Low (Tief des Vortages)
  • C = Close (Schlusskurs des Vortages)
  • R = Resistance (Widerstand)
  • S = Support (Unterstützung)
  • P = Pivot

Berechnung:

  • P = (H + L + C) : 3
  • R2 = P + (H – L)
  • R1 = (2 * P) – L
  • S1 = (2 * P) – H
  • S2 = P – (H – L)

Es lassen sich darüber hinaus auch R3 und S3 berechnen. Moderne Tools berechnen automatisch und fortwährend für alle Assets die Widerstände und Unterstützungen auf Pivot-Basis, viele Trader und automatische Charttools beziehen sie mit ein. Sie gelten als relativ zuverlässig.

Was ist bei der Arbeit mit Unterstützung und Widerstand zu beachten?

Ein Widerstand oder eine Unterstützung sind natürlich nicht betonhart, sondern werden in der Regel irgendwann überwunden, wenn auch manchmal erst nach Jahren. Ihr Durchschlagen gilt als dementsprechend sehr starkes Signal, doch hinsichtlich der Würdigung ist das Phänomen der sogenannten False Breaks zu beachten. Das sind Fehlausbrüche über einen Widerstand oder unter eine Unterstützung hinaus, nach denen der Kurs wieder in die vorherige Konsolidierung zurückkehrt. Diese False Breaks gelten als sehr tückisch, weil sie keinesfalls einen eindeutigen Versuch andeuten, die Widerstands- oder Unterstützungslinien nun endgültig zu überwinden. Vielmehr bleibt die Lage auch nach False Breaks relativ unentschieden. Trader müssen einfach mit diesem Phänomen rechnen und ihr Risikomanagement darauf einrichten. Als bedeutsam können Widerstände und Unterstützungen betrachtet werden, wenn sie lange halten und im Laufe der Zeit immer häufiger ihre Funktion nachweisen. Es bilden sich dann parallel verlaufende Peaks am Widerstands- oder Unterstützungsniveau, deren Aussagekraft immer höher wird, je öfter der Kurs an diesem Niveau dreht.


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