Mit der Momentum Strategie Aktien handeln

Mit der Momentum Strategie Aktien handeln: In diesem Interview des Börse Stuttgart TV erklärt Lothar Albert, Chefredakteur des TRADERS´ Magazin die Momentum Strategie und deren Einsatzmöglichkeiten. Man geht davon aus, dass sich Aktien unterschiedlich bewegen. Manche bewegen sich schneller, manche langsamer. Man misst, wie stark eine Aktie steigt oder fällt und leitet daraus ab, wenn sich diese Steigungsrate verlangsamt, dass ein Umkehrpunkt bevorsteht. Dieser gemessene Wert, der sich daraus ergibt, nennt man das Momentum.

Das Momentum wird als eine Kurve unterhalb des Charts dargestellt. Dieser Indikator hat keine Skala. Er zählt zu den vorlaufenden Indikatoren. Der Trader kann das Momentum nutzen, um den Trend zu erkennen. Das Momentum zeigt an, inwieweit der Trend noch aktiv ist.

Die Momentum Strategie

Die klassische Definition ist: Das Momentum ist das Verhältnis vom aktuellen Kurs zum Kurs vor n-Tagen. Ein positiver Wert gibt an, dass der Aufwärtstrend intakt ist, ein negativer Wert, dass der Abwärtstrend noch aktuell ist. Die Steigung der Linie weist auf eine Beschleunigung bzw. Verlangsamung der Schwungkraft hin. Verlaufen Kurs und Momentum in der gleichen Richtung, bleibt der aktuelle Trend erhalten. Divergenzen deuten auf eine bevorstehende Trendwende.

Momentum Strategie

Wenn die Aktie an Momentum verliert, ist es ein Zeichen, dass der Schwung im Markt abnimmt und unter Umständen eine Korrektur oder eine Trendwende bevorsteht.

Anhand eines Beispiels wird aufgezeigt, wie das Momentum in einem Abwärtstrend funktioniert und wie der Indikator in einer Seitwärtsphase reagiert. Es ist zu erkennen, wie sich eine Divergenz ausgebildet.
Der Kurs bildet im Abwärtstrend noch zwei tiefere Tiefs aus, das Momentum bildet aber nach einem Tief ein höheres Tief aus. Es liegt eine positive Divergenz vor.

Im Aufwärtstrend bilden sich zwei höhere Hochs, im Momentum wird aber kein höheres Hoch mehr ausgebildet. Hier entsteht eine negative Divergenz, die auf eine Korrektur bzw. einen Trendwechsel hinweist.

Divergenzen bieten die Möglichkeit des frühzeitigen Wechsels der Position. Gewinne können mitgenommen und neue Positionen in die zukünftige Richtung des Trends aufgebaut werden.

Ebenso liefern Wendepunkte im oberen oder unteren Bereich des Indikators sehr gute Signale für einen Richtungswechsel, der gewinnbringend gehandelt werden kann.

Der Trader bzw. Anleger bekommt hier schon frühzeitig Signale für ein Drehen des Marktes. Besonders oft wird diese Strategie von institutionellen Anlegern zur Aktienauswahl genutzt. Die Momentum Strategie funktioniert in fast jeder Zeiteinheit, wobei kleinere Einheiten aufgrund vieler Fehlsignale eher nicht genutzt werden sollten. Trotz der guten Signale kann der Trader bzw. Anleger nicht auf ein fundiertes Risiko- und Money-Management verzichten. Stop-loss-Marken sind dabei ein elementarer Teil der Strategie.

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