Investieren mit quantitativem Ansatz

Investieren mit quantitativem Ansatz: Diesem Investmentansatz geht das Börse Stuttgart TV im Interview mit Thomas Metzger, Fondsmanager, Bankhaus Bauer nach und erklärt Vor- und Nachteile. Unter einem quantitativen Ansatz versteht man ein regelbasiertes Investieren. Der Investor legt ein System zugrunde, welches ihm Signale liefert.

Dieses System speist er mit einer Vielzahl an Indikatoren, mit einem gewissen Input und handelt dann streng nach diesem System. Es gibt keinen Interpretationsspielraum. Der Vorteil ist, dass man testen kann, wie sich dieses System in der Vergangenheit bewährt hat. Das System kann sowohl auf fundamentaler als auch auf technischer Analyse oder einer Kombination aus beiden basieren. Zusätzliches gibt es noch zahlreiche Ansätze, die auf rein mathematischen Regeln beruhen.

Diese Investitionsart funktioniert in fast jedem Produkt und in fast jedem Markt. Die Vorteile des quantitativen Ansatzes sind die Transparenz der Anlageentscheidung. Der institutionelle Anleger kann seinen Investoren sehr detailliert die Strategie und deren Ergebnisse erklären. Der private Händler hat eine wesentlich bessere Kontrolle über sein Investmentverhalten.

Es steht außerdem eine größere Auswahl an zu analysierenden Werten zur Verfügung, da genau festgeschriebene Regeln die Auswahl erheblich erleichtern. Es werden objektive Entscheidungen gefällt. Subjektive Entscheidungen spielen bei den Kauf- und Verkaufsentscheidungen keine Rolle.

Wie funktioniert investieren mit quantitativem Ansatz

Als Beispiel wird der quantitative Ansatz mittels der technischen Analyse vorgestellt. Hier werden nur Informationen verwendet, die sich durch den Verlauf eines Wertpapiers oder eines Marktes aus dem Chart heraus ergeben. Es spielen keine fundamentalen Faktoren wie z.B. das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland oder die Gewinnsituation der Unternehmen eine Rolle.

Es wird ausschließlich der Kursverlauf beobachtet und dabei auf Formationen der Charttechnik wie Schulter-Kopf-Schulter- oder Dreiecksformationen geachtet. Zusätzlich werden technische Indikatoren verwendet, die Aufschluss über die Kraft eines Kursauf- oder –abschwungs geben. Dies kann mit der Momentum-Strategie umgesetzt werden. Dabei werden bestimmte Zyklen beobachtet und analysiert, um festzustellen, in welcher Phase sich der Markt bzw. der analysierte Wert befindet. Ein genaues Regelwerk wird damit erstellt, welches den Erfolg messbar macht.

Auf der Basis dieses Ansatzes lässt sich mittels vielfältigster Auswertungen sehr gut zurückverfolgen, wie er sich in einer bestimmten Periode bewährt hat. Das System weist somit eine Duplizierbarkeit auf und kann auf zukünftige Kursverläufe angewandt werden. Ebenso dient es zur Überprüfung der korrekten Ausführung der zugrunde liegenden Strategie.

Quantitativer Ansatz heißt, handeln nach bestimmten Regeln und ohne Emotionen und sich immer daran halten.

Gerade für Trading-Anfänger sind klare Regeln unabdingbar. Deshalb ist diese Form des Handels sehr gut für den Start in das Trading oder Investieren geeignet.

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