Fonds ohne Ausgabeaufschlag

Fonds ohne Ausgabeaufschlag? Privatanleger haben wahrlich die Qual der Wahl. Denn Anlageprodukte gibt es in ganz vielfältigen Varianten. Ob fest angelegt und kalkulierbar verzinst, eher kurzfristig ausgerichtet und dafür möglichst verfügbar oder doch lieber renditeorientiert – unterschiedlichste Anlagemöglichkeiten mit jeweils ganz verschiedenen Vor- und Nachteilen bieten sich an.

Im Moment allerdings haben es verzinste Anlageformen eher schwer. Der Grund dafür liegt im allgemein relativ niedrigen Zinsniveau an den Geld- und Kapitalmärkten. Denn dementsprechend niedrig sind die Erträge, die aktuell mittels verzinslicher und konservativ zu beurteilender Anlageformen zu erzielen sind. Angesichts dieser Situation und der recht guten Entwicklung an den Aktien- und Rentenmärkten in den letzten Jahren greifen nicht wenige Privatanleger (auch) auf Fonds zurück.

Geldanlage in Fonds ohne Ausgabeaufschlag

Fonds ohne AusgabeaufschlagDabei stellen sich bei einer Fondsanlage im Regelfall mehrere Fragen, die im Rahmen der Anlageentscheidung wichtig sind. Neben den persönlichen Anlagegesichtspunkten des Betroffenen wie zum Beispiel dessen Risikoneigung und die geplante Anlagedauer gehört letztlich auch die Kostenfrage dazu. Denn kein Fonds ist kostenfrei nutzbar. So werden für jeden Fonds beispielsweise laufende Gebühren berechnet, die der Fonds-Performance belastet werden.

Neben den laufenden Kosten fällt bei Fondsinvestitionen häufig auch der sogenannte Ausgabeaufschlag an, der bei einer Anlageentscheidung berücksichtigt werden sollte. Dieser kann praktisch als Einstiegskosten betrachtet werden und wird dem Anlagebetrag sofort nach Investition belastet. Neben klassischen Fondsanlagen mit Ausgabeaufschlag (Classic Fonds) existieren dabei jedoch auch Fonds ohne Ausgabeaufschlag (Trading Fonds). Wird ein Fonds ohne Ausgabeaufschlag genutzt, entfällt diese Einstiegsgebühr komplett. Der gesamte Investitionsbetrag wird entsprechend ohne Abzug angelegt. Im Gegenzug dafür sind die laufend berechneten Kosten eines Fonds ohne Ausgabeaufschlag im Vergleich zum Classic Fonds relativ hoch.

Die Anlagedauer entscheidet

Letztlich entscheidet die geplante Dauer einer Fondsanlage darüber, welche Gebührenstruktur die kostengünstigere für den Anleger ist. Denn aufgrund der höheren laufenden Gebühren muss es nicht sein, dass Fonds ohne Ausgabeaufschlag die preiswertere Fondsvariante darstellen. Legen Anleger voraussichtlich mittelfristig oder langfristig an, sind Classic Fonds die bessere Wahl. Fonds ohne Ausgabeaufschlag hingegen bieten Kostenvorteile, wenn eine kurze Anlagedauer angestrebt wird. Dieser Tatsache verdanken die sogenannten Trading Fonds ihre Bezeichnung.

Nicht durch Kosten beirren lassen

Die Kosten einer Fondsanlage sind sicher nicht unwichtig. Dennoch sollten Fondsart und bisheriger Erfolg eines Fonds bei der Anlageentscheidung im Vordergrund stehen. Zwingende Voraussetzung sollte sein, dass der gewählte Fondstyp zum Anleger und dessen Anlagevorstellungen passt. Konservativ eingestellte Privatanleger sollten demnach nicht übermäßig in Aktienfonds investieren. Zudem darf ein gut gemanagter Fonds sicher etwas kosten. Denn ein guter Anlageerfolg sorgt letztlich trotzdem für eine attraktive Rendite. Prozentual betrachtet fallen die Fondskosten dann im Regelfall nicht mehr allzu stark ins Gewicht.

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