Binäre Optionen Strategien für Anfänger

Wer erfolgreich mit Binären Optionen handeln möchte, sollte sich einige Tipps zu Herzen nehmen. Um erfolgreich zu handeln, muss der Trader nämlich eine bestimmte Strategie verfolgen. Ohne eine solche würde der Handel eher einem Glücksspiel gleichen. Die nachfolgend beschriebenen Strategien können Anfängern gut als Basis dienen.

Volatilitätsstrategie – gut für stark schwankende Märkte

Der Trader sollte sich stets im Klaren sein, dass es bezüglich Binäre Optionen nicht immer eindeutige Trends gibt. Am Währungs-, Aktien- und Rohstoffmarkt schwanken die Preise stark und oft ist keine eindeutige Richtung erkennbar. In solchen Fällen ist zum Beispiel der Einsatz der Trendfolgestrategie, die wir später beschreiben, nicht geeignet.

Für solch schwankende Situationen eignet sich am besten die sogenannte Volatilitätsstrategie. Diese Strategie basiert darauf, von großen Kursschwankungen zu profitieren. Dabei ist es völlig egal, in welche Richtung sich nun die Kurse entwickeln. Und genau dies ist der Unterschied zu der ebenfalls hier beschriebenen Trendfolgestrategie, in der ganz gezielt auf eine bestimmte Kursentwicklung gesetzt wird.

Bei der Volatilitätsstrategie kommt es darauf an, eine größere Kursbewegung zu erkennen. Im Beispiel einer Aktie als Basiswert könnte solch eine Kursbewegung einsetzen, wenn das Unternehmen Bilanzzahlen veröffentlicht – dies erfolgt in der Regel quartalsweise. Oder wenn es eine andere wichtige Mitteilung bekanntgibt. Der Vorteil dieser Strategie ist, dass der Trader nicht vorhersagen muss, ob diese Vorkommnisse nun zu fallenden oder steigenden Kursen führen. Wichtig ist hier alleine die Vorhersage, dass überhaupt eine größere Kursbewegung erfolgt.

In der Praxis wird die Volatilitätsstrategie dadurch umgesetzt, dass der Trader eine Call- wie auch eine Put-Option des gleichen Basiswerts kauft. Diese Strategie funktioniert ausschließlich im Bereich der One-Touch-Optionen, da der mögliche Gewinn über 100 Prozent pro Option betragen sollte. Zu beachten ist hierbei, dass beide Optionen exakt die gleiche Laufzeit haben. Erfolgt nun beispielsweise nach der Vermeldung von positiven Bilanzzahlen ein Kursanstieg der Aktie, zieht die Put-Option auf fallende Kurse einen Totalverlust mit sich.

Wenn mit der Call Option hingegen 300 Prozent oder sogar mehr erzielt wurden, ist der Verlust der Put-Option mehr als ausgeglichen. Durch den Kauf von zwei Optionen ist der Kapitaleinsatz allerdings höher und somit auch das Verlustrisiko. Allerdings tritt ein Totalverlust beider Optionen nur dann ein, wenn es nur kleinere Kursbewegungen gibt. Eine richtig eingesetzte Volatilitätsstrategie ist demnach sehr effektiv!

Trendfolgestrategie – für Anfänger sowie Profis geeignet

Die Trendfolgestrategie ist eine der am meisten verwendeten Strategien beim Handel mit Binäre Optionen. Daher wird oft gerade Trading-Anfängern empfohlen, diese Strategie zu verwenden. Die Trendfolgestrategie setzt darauf, das eigene Tradingverhalten dem allgemeinen Trend anzupassen.

Es ist sehr erfolgsversprechend, dem Trend einfach zu folgen und sich so zu verhalten, wie es die anderen Marktteilnehmer auch tun. Diese Strategie zielt darauf ab, dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass sich der bestehende Trend auch zukünftig so fortsetzen wird, als dass eine Trendumkehr stattfindet.

Bei der Trendfolgestrategie besteht die Kunst darin, einen Trend möglichst dann zu erkennen, wenn sich dieser gerade erst gebildet hat. Der optimale Einstiegszeitpunkt ist hier immer der Beginn eines Trends. Die Schwierigkeit für Anfänger besteht darin, dass diese Trends wesentlich einfacher auszumachen sind, wenn sich diese bereits gebildet haben und sie schon länger bestehen.

Im Chart sind Aufwärts- und Abwärtstrend recht einfach zu erkennen. Bei einem Aufwärtstrend gibt es in der Regel mehrere höhere Hochs und höhere Tiefs in Folge. Bei einem Abwärtstrend ist der Ablauf umgekehrt, dann lassen sich mehrere aufeinanderfolgende tiefere Tiefs sowie tiefere Hochs feststellen. Lesen Sie mehr zum Trendfollowing.

Kontra-Trend-Strategie – Traden gegen den Trend

Die Kontra-Trend-Strategie ist das Gegenstück zur Trendstrategie, denn dies ist eine Strategie, die gegen den vorherrschenden Trend setzt. In manchen Konstellationen können auch in einer steigenden Kursbewegung Kurse kurzfristig fallen – dies ist sogar sehr wahrscheinlich. Ein überkaufter oder überhitzter Markt sorgt beispielsweise für einen kurzfristigen Bruch der Trendlinie. Und einige Signale liefern sogar frühzeitig Hinweise auf den bevorstehenden Trendwechsel. Strategien, die gegen den vorherrschenden Trend setzen, bergen einen großen Nachteil: Einer geringeren Trefferquote steht im Gewinnfall keine höhere Prämie gegenüber.

Um mit dem Handel von 60 Sekunden Optionen Erfolg zu haben, muss sich der Markt maßgeblich gegen den vorherrschenden Trend bewegen. Dabei ist es vollkommen unwichtig, ob es sich bei dieser Bewegung nun um einen Trendwechsel oder nur um eine Korrektur handelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Bewegung gegen den Trend einsetzt, ist groß, wenn der Markt unter einem Widerstand notiert. Idealerweise liegt ein sogenannter Kreuzwiderstand vor. Mit dem Begriff Kreuzwiderstand wird eine besondere Konstellation des Trendkanals bei Langfristcharts bezeichnet, in dem sich zwei Trendkanäle überschneiden.

Durchbricht der Markt seine Trendlinie, kann gegen den Trend gehandelt werden. Dieser kurzfristige Durchbruch ist charttechnisch nicht mit einem Trendbruch gleichzusetzen. Doch wenn der Markt an diesem Tag insgesamt in Richtung Trendbruch tendiert, ist eine Kursbewegung in diese Richtung sehr wahrscheinlich. Und auch wenn der Markt überhitzt ist, also überkauft oder überverkauft, ist eine Bewegung zum unteren Band wahrscheinlich.

Absicherungsstrategie – Hedging mit Binären Optionen

Neben den zuvor erwähnten Strategien wird noch eine vierte Handelsstrategie häufig im Handel mit Binären Optionen eingesetzt: die Absicherungsstrategie. Sie wird auch als Hedging bezeichnet. Hier geht es überwiegend darum, eine mittel- oder langfristige Position gegen Verluste abzusichern. Eine Absicherungsstrategie wird dazu genutzt, um andere Handelspositionen abzusichern, beispielsweise ein Forex Investment.

Da Binäre Optionen äußerst flexibel sind, eignen sie sich sehr gut zur Absicherung anderer Positionen. Diese Flexibilität betrifft zum Beispiel den Zeitraum, denn es gibt Binäre Optionen mit einer Laufzeit von nur wenigen Minuten wie auch mit einer Laufzeit von einem Jahr.

In unserem Beispiel wurde in Devisen gehandelt und der Dollar gegen den Euro gekauft. Nun wird darauf gesetzt, dass der Dollar gegenüber dem Euro an Wert gewinnen wird. Jedoch kann ebenso das Gegenteil einsetzen. Um die Position nun gegen Verluste abzusichern, wird eine Binäre Put-Option mit dem Basiswert Dollar gekauft. Verliert nun der Dollar gegenüber dem Euro an Wert, würde der Dollar-Bestand einen Verlust erleiden. Dies kann mit der entsprechenden Binären Option ausgeglichen werden. Denn fällt der Dollar im Wert, wird hiermit Gewinn erzielt.

Hedging kann in verschiedenen Varianten betrieben werden. Daher unterscheidet man hier zwischen einer konservativen und einer aggressiven Absicherungsstrategie. Bei einem konservativen Hedging werden überwiegend die Binären Call- oder Put-Optionen genutzt, da mögliche Verluste abgesichert werden sollen. Auch eine Absicherung bereits erzielter, aber halt noch nicht realisierter Gewinne, ist hiermit möglich. Beim aggressiven Hedging hingegen nutzen Trader die riskanten One-Touch-Optionen, um nicht nur abzusichern, sondern auch noch hohe Gewinne zu erzielen.

60 Sekunden Optionen – auf kurzfristige Kursbewegungen setzen

Die Märkte fallen und steigen ständig. Mit einer 60-Sekunden-Option setzen Trader darauf, dass der Markt innerhalb der nächsten 60 Sekunden fallen oder steigen wird. Insbesondere die kurze Laufzeit macht 60 Sekunden Optionen so beliebt. Bereits eine Minute nach Einsatz erfährt der Trader, ob er gewonnen oder verloren hat. Wie viel hierbei gewonnen wird, hängt vom Einsatz und der Quote ab. In der Regel werden Renditen bis zu 85 Prozent für Gewinn-Optionen gezahlt.

In unserem Beispiel setzt der Trader auf ein Steigen des Kurses eines Wertes innerhalb der nächsten Minute und setzt 1.000 Euro auf eine Call-Option. Der Markt klettert tatsächlich um mehrere Punkte nach oben und dadurch werden 1.850 Euro zurückgezahlt.

60 Sekunden Trades sind nur dann sinnvoll, wenn der Markt ausreichend in Bewegung ist. Andernfalls gleicht das Traden eher einer Lotterie. Denn bei Seitwärtsbewegungen ist es nahezu unmöglich vorherzusehen, ob die Kurse in einer Minute über oder unter dem Startwert liegen. Dann sollte lieber eine andere Strategie gewählt werden.

Auch beim 60-Sekunden-Trading ist stets zu bedenken, dass Verluste wahrscheinlicher sind als Gewinne. Aus dieser Differenz heraus finanzieren sich die Broker. Daher ist eine Trefferchance von 50 Prozent eigentlich zu wenig. Denn wer nur mit jedem zweiten Trade mit Gewinn abschließt, macht hiermit Verluste. Eine Faustregel sagt, dass von zehn 60 Sekunden Optionen mindestens sechs erfolgreich sein müssen, um im Gewinn zu bleiben. Daher sollte nur dann gehandelt werden, wenn auch gute Erfolgsaussichten bestehen oder die erzielbare Rendite höher liegt. Da einige Broker auch Verlustabsicherungen durch Rückzahlungen anbieten, können hier schon niedrigere Trefferquoten zum Erfolg führen.

Es sollten stets verschiedene Assets beobachtet und erst dann, wenn der Kursverlauf vielversprechend ist, zugeschlagen werden. Gute Chancen bestehen zum Beispiel bei intakten Trends, wenn der Kurs seit geraumer Zeit steigt. Denn dann stehen die Chancen recht gut, dass dieser Trend auch noch in der nächsten Minute anhalten wird. Auch hierfür gibt es selbstverständlich keine Garantie. Denn es kann immer zu einem Trendwechsel kommen.

Bitte bewerten Sie diesen Beitrag
[Total: 3 Average: 5]

Lernen Sie dieses Angebot kennen: