Was sind ETF Fonds

ETF Fonds sind börsengehandelte Fonds (Exchange-traded fund), die Anleger können also ihre Anteile selbst an der Börse erwerben und veräußern und benötigen hierfür nicht, wie sonst üblich, eine Investmentgesellschaft. Dadurch entfällt der Ausgabeaufschlag von gewöhnlich um fünf Prozent. Des Weiteren können ETFs passiv gemanagt werden, wodurch sich auch Managementgebühren erheblich verringern. Auf diese Weise können sämtliche Gebühren in den Promillebereich sinken, was EFT Fonds bei Anlegern beliebt macht.

ETF Fonds: Entwicklung

Es gibt ETFs schon seit den 1970er Jahren, sie beziehen sich stets auf bestimmte Indizes oder Anlageklassen. Ihr Vorteil besteht wie bei jedem Fonds darin, die Entwicklung in einem bestimmten Bereich ähnlich wie ein Index abzubilden, ohne die nötige Diversifizierung zu vernachlässigen. Auch auf Indizes werden ETF Fonds konstruiert, inzwischen gibt es einige sehr stark kapitalisierte ETFs wie den SPDR („Spider“, Marktkapitalisierung rund 90 Milliarden Dollar) oder den Diamonds, der auf dem Dow Jones basiert, und den vom NASDAQ-100 abgeleiteten Cubes. Die Fondsbetreiber gehen nach den Richtlinien des Index Investments vor: Sie legen dort an, wo die stärkste Wertentwicklung zu beobachten ist, behalten aber die Diversifizierung bei. Entscheidend für den Erfolg der ETFs ist die Orientierung an Benchmarks wie den großen Indizes, die es zu erreichen und zu übertreffen gilt, auch können die Fonds Wertpapieren kostenpflichtig verleihen und damit Gebühren für ihre Anleger erwirtschaften. Das im Fonds enthaltene Sondervermögen wird täglich veröffentlicht, börslich ist die Fondsentwicklung (im Unterschied zu Investmentfonds) fortlaufend aktualisiert zu verfolgen. ETFs unterliegen durch die Möglichkeit jedes Anlegers, sie an der Börse zu erwerben, der börslichen Preisbildung, aber nicht auf die gleiche Weise wie sehr stark spekulationsgetriebene einzelne Wertpapiere. Vielmehr ist stets eine Preisbildung nahe am Nettoinventarwert des Fonds zu beobachten, das heißt, der ETF-Preis erscheint fairer als der manch anderer Wertpapiere.

Investition in ETF Fonds

Geldanlage der DeutschenEine Fülle von Auswahlmöglichkeiten steht für diejenigen Anleger bereit, die in ETF Fonds investieren möchten. Sie können nach Indizes oder einzelnen Assetklassen (Rohstoffe, Aktien auf Branchen oder Regionen bezogen und andere Möglichkeiten) auswählen), die entstehenden Investitionskosten fasst die Gesamtkostenquote TER zusammen. Dazu gehören Management- und Indexgebühren sowie Nebenkosten etwa für Prospekte, außerdem Transaktionskosten wie Orderprovisionen und Spreads. Bei den Anlageklassen sind hauptsächlich Aktien, Renten, der Forexbereich, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und alternative Investments zu finden. Indizes waren die erste Anlageklasse für ETF Fonds, dann wurde das Angebot im Verlaufe der letzten zwanzig bis dreißig Jahre immer breiter. Neben den sehr marktbreiten ETFs auf einen Gesamtindex wie etwa den Eurostoxx 50 können auch Sub-Indizes für einzelne Branchen in ETF Fonds abgebildet werden, etwa auf alle Finanzwerte im Dax.

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