Expert Advisors – Was bringen Expert Advisor?

Expert Advisor bei IQoption

Expert Advisors sind automatisierte Programme für das Trading beziehungsweise können als solche programmiert werden. Dass sie nicht per se dafür vorgesehen sind, ergibt sich schon aus dem Namen: Dessen wörtliche Übersetzung lautet eigentlich „Experten-Berater“ oder beratender Experte oder Berater mit einer speziellen Expertise. Dass es sich um einen Tradingroboter handelt, geht daraus nicht hervor, das war auch nicht das ursprüngliche Konzept.

Jetzt handeln

Trading mit Experts Advisors: Welche Performance ist zu erwarten?

expert advisors

Mit Expert Advisors können unterschiedliche Vorgaben programmiert und automatisch gehandelt werden!

Es gibt verschiedene Tests mit Expert Advisors, die teilweise recht ernüchternd ausfallen, aber allesamt einen Haken haben, der weiter unten erläutert wird. Ein deutsches Unternehmen testete zwischen 2011 bis 2013 etwa ein Dutzend Expert Advisors, die bis auf eine der Maschinen komplett Verluste (bis zur absoluten Kapitalvernichtung) einfuhren. Allein der Testsieger erreichte eine Jahresrendite von knapp drei Prozent, also auf mickrigem Festgeldniveau. Diesen Test müssen wir hier nicht zitieren, die Testdurchführung war offensichtlich mangelhaft. Ein wahrscheinlich eher repräsentatives Ergebnis liefert aktuell eine deutsche Testseite für Expert Advisors (die auch so heißt), sie stellt ihren Testsieger Forex Growth Bot (Preis: 129 Dollar) mit folgenden Parametern vor:

  • Drawdown: 15,70 %
  • Gewinn pro Monat: ~1,08 %
  • Zeitraum: 25 Monate
  • Startkapital: 500 Dollar
  • Endstand nach permanenter Kumulation: ~2.150 Dollar

Wer das mit händischem Trading schafft, kann auf den Expert Advisor verzichten, dessen Anschaffung zwar vergleichsweise billig, die tägliche Programmierung aber so aufwendig wie mehrere eigene Daytrades ausfällt. Doch wir kommen nicht umhin, auf die Haken solcher publizierten Tests zu verweisen: Ein Expert Advisor kann nur so gut sein wie sein Programmierer. Weder die Kollegen, die ihre EAs fast komplett durchfallen ließen, noch die Truppe mit der Mini-Performance des Forex Growth Bot noch jener New Yorker Trader, der 2008 mit Expert Advisors zum Milliardär wurde sind über einen Kamm zu scheren. Womöglich hatten sie alle irgendwann dieselbe Maschine zur Hand (zum Beispiel den prominenten MetaTrader 4) – sie bedienten sie nur sehr unterschiedlich. Denn was machen Expert Advisors?

So funktioniert der Expert Advisor beim Trading

Der Expert Advisor kann auf Breakouts, Trendfolgen, Reversals, Trailing-Stopps und Pyramiden programmiert werden, sämtliche bekannten Indikatoren sind zudem zu inkludieren (MetaTrader bietet ab Werk 200 Einstellungen an, von denen die meisten Broker rund 40 bis 60 vorprogrammieren). Beim echten Trading läuft es in der Regel wie folgt ab: Der Trader überlegt, was wohl seine Signale sein könnten – zum Beispiel Breakouts, Swings, höhere Hochs und so fort – und welcher Indikator ihn bei deren Identifizierung unterstützen könnte. Schließlich möchte er nicht mehr hinschauen, sonst bräuchte er keinen Expert Advisor. Nun befiehlt der Trader seinem treuen Computerprogramm, an diesen Signalen, falls sie auftauchen, Kaufstopps zu platzieren. Die Arbeit mit den verschiedenen Order-Arten ist nun das A und O, denn ein Kaufstopp muss unmittelbar mit einem Verlustbegrenzungsstopp kombiniert werden, die Kauforder in die Gegenrichtung sollte per OCO (One-cancels-other) verschwinden, bei fortschreitendem Kurs sollte sich der Verlustbegrenzungsstopp per Trailing in einen Gewinnstopp verwandeln, der dem Kurs bis zum Superprofit nachschleicht. All das erledigt der Expert Advisor zuverlässig, doch wie sehr nutzt es dem Trading?

Jetzt handeln

Die Praxis beim Trading mit Expert Advisors

Praktisch stellen die meisten Trader fest, dass an sämtlichen Indikatoren, die aus den 1970er bis 1990er Jahren stammen, nicht viel dran ist, dass Kurse wie eh und je machen, was sie wollen, und das ohne Hinsehen der Expert Advisor im besten Fall einen Minigewinn erwirtschaftet, den der Trader auch ohne schlaflose Nächte allein geschafft hätte. Eine Sache funktioniert jedoch mit EAs, und zwar nur mit ihnen: Sie können nach einem Einstieg und dem damit verbundenen Momentum im ganz knappen Gewinn einen Stopp platzieren, der bestenfalls auch als Trailing nachläuft. Das klappt täglich vielleicht einmal oder zweimal, die vielen Minigewinne hingegen, darunter auch einige Miniverluste, funktionieren, und zwar auch dann, wenn die Trader Kauflimits an die Grenzen von Ranges für die Gegenrichtung – in die Range hinein – platzieren. Das verursacht heute die vielen Ranges etwa von 50 bis 90 Punkten im Dax, und das Tag für Tag. Sie sind gespickt mit False Breakouts, dann schlagen die Expert Advisors wie beschrieben zu, der Kurs fällt in die Range zurück. Kein Zweifel: Das Trading hat sich dadurch gravierend verändert.

Bitte bewerten Sie diesen Beitrag
[Total: 20 Average: 4.1]
Lernen Sie dieses Angebot kennen: