Einführung ins Money Management und Positionsgrößen

Unabhängig davon, ob Sie größere Geldsummen konservativ anlegen oder sich im Bereich des Handels mit binären Optionen und Derivaten versuchen möchten, ist es stets empfehlenswert, auf Basis des Money-Managements zu investieren. Ein gutes Risiko- und Money-Management ist für jeden Anleger von Vorteil, denn letztendlich dient das Geld-Management vor allen Dingen dazu, mögliche Verluste zu begrenzen oder im optimalen Fall gänzlich zu vermeiden.

Darüber hinaus können durch das Money-Management ebenso Gewinne optimiert werden und es dient ebenfalls dazu, stets einen guten Überblick über die getätigten und vielleicht noch anstehenden Investments zu behalten. Da besonders beim Trading nicht selten auch Verluste einkalkuliert werden müssen, hat das Risiko-Management in diesem Bereich eine ganz besondere Bedeutung. Denn die Verlustbegrenzung ist eine wesentliche Aufgabe, die das Money-Management zu erfüllen hat. Zu den häufigsten Fehlern, die besonders bei Anfängern beim Handel mit Wertpapieren oder Derivaten auftreten, gehört neben einer nicht vorhandenen oder fehlerhaften Verlustbegrenzung in vielen Fällen die zu hohe Positionsgröße. Demzufolge muss ein gutes Money-Management unter anderem beinhalten, die optimale Positionsgröße zu bestimmen.

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Die Bedeutung der optimalen Positionsgröße

Neben der Verlustabsicherung, die durch verschiedene Mittel erreicht werden kann, beispielsweise durch eine Stop-Loss-Order, hat auch die optimale Positionsgröße beim Trading eine große Bedeutung. Auch für Anfänger dürfte es schnell einleuchtend sein, dass die richtige Positionsgröße einen erheblichen Einfluss darauf hat, wie hoch eventuelle Verluste ausfallen können. Denn selbstverständlich macht es einen Unterschied, ob der Anleger bei 100 oder nur bei 20 im Depot befindlichen Aktien eines bestimmten Unternehmens einen Verlust hinnehmen muss. Es gibt zwei wesentliche Faktoren, die bei der Bestimmung der optimalen Positionsgröße eine Rolle spielen, nämlich zum einen der Kontostand des Anlegers (vorhandene Liquidität) und zum anderen das maximale Risiko, welches der Anleger je Trade oder Tag eingehen möchte. Man spricht in diesem Zusammenhang übrigens auch von der Positionsgrößenbestimmung, die ein wesentlicher Teil des Money-Managements ist.

Das maximale Risiko bestimmt der Anleger selbst

Im Rahmen des Money-Managements kommt Ihnen als Anleger unter anderem die wichtige Aufgabe zu, die richtige Positionsgröße zu berechnen. Wie bereits kurz angesprochen, handelt es sich zunächst beim jeweils aktuellen Kontostand um eine feste Größe, die zur Bestimmung der Positionsgröße zwingend erforderlich ist. Dies gilt auf jeden Fall für den Zeitpunkt, zu dem Sie eine Order aufgeben möchten.

Im Vergleich zum Kontostand handelt es sich beim maximalen Risiko natürlich nicht um eine feste, sondern um eine variable Größe, die aber ebenfalls für die Begrenzung von Verlusten mittels der Positionsgröße von großer Bedeutung ist. Grundsätzlich ist die Bestimmung der Positionsgröße natürlich auch vom Anlegertyp und dessen Einstellung zum möglichen Risiko abhängig. Zur Bestimmung dieses maximal akzeptablen Risikos sollten Sie sich zum Beispiel fragen, ab welchem Verlust (in Euro) Sie noch relativ beruhigt sind und nicht in Panik verfallen. Fragen Sie sich beispielsweise, welchen Verlust Sie pro Handelstag noch relativ gut verkraften können, ohne anschließend schlaflose Nächte zu haben.

Haben Sie einen solchen Betrag identifiziert, so handelt es sich damit automatisch um das maximale Risiko, welches Sie pro Handelstag eingehen möchten. Somit haben Sie bereits eine der zwei wichtigen Werte ermittelt, die zur Bestimmung der optimalen Positionsgröße von Bedeutung sind. Alternativ zum Festlegen eines maximalen Risikos auf Basis eines bestimmten Betrages pro Tag gibt es auch noch die Möglichkeit, das Risiko mittels der Prozent-Regelung festzulegen. Diese Regelung beinhaltet, dass Sie beispielsweise festlegen, dass der Verlust pro Trade maximal ein Prozent betragen darf, wobei die Bezugsgröße natürlich der Kontostand ist.

Die Bestimmung der Positionsgröße an einem Beispiel verdeutlicht

Nachdem Sie nun wissen, welche Faktoren zur Bestimmung der Positionsgröße von Bedeutung sind und Sie einige theoretische Informationen erhalten haben, ist es durchaus sinnvoll, die Positionsgrößenbestimmung anhand eines Beispiels aus der Praxis zu verdeutlichen. Zunächst einmal haben Sie das maximale Risiko festgelegt, welches Sie noch relativ problemlos akzeptieren können. Dieses maximale Verlustrisiko soll im Beispiel pro Tag 300 Euro bzw. je Trade maximal 1,5 Prozent Ihres Kontostandes betragen, der sich aktuell auf 20.000 Euro beläuft. Auf dieser Basis können Sie nun zu jedem beliebigen Trade die optimale Positionsgröße bestimmen.

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie an einer Aktie interessiert sind, die aktuell mit einem Kurs von 40 Euro notiert. Da Sie selbstverständlich im Zuge des Money-Managements eine Verlustabsicherung durchführen möchten, erteilen Sie direkt mit der Kauforder eine Stop-Loss-Order, die bei einem Kurs von 39,00 Euro greifen würde. Auf Basis des maximalen Verlustes von 300 Euro, den Sie pro Tag akzeptieren möchten und der Tatsache, dass der Stopp-Kurs bei einem Kursverlust von einem Euro greifen würde, lässt sich nun die optimale Positionsgröße ermitteln. Sie können in diesem Fall nämlich 300 Aktien erwerben, was gleichzeitig die optimale Positionsgröße darstellt und zu einem Gegenwert von 12.000 Euro führt. Aufgrund der erteilten Stop-Loss-Order ist der mögliche Gesamtverlust für diese Position auf 300 Euro beschränkt und zugleich wird auch die Vorgabe eingehalten, dass das maximale Risiko pro Trade 1,5 Prozent Ihres Kontostandes betragen soll, also maximal 300 Euro.

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