Binäre Optionen Strategie

Strategien mit Optionen beziehen sich teilweise auf echte Optionsscheine und ufern hier in komplexe mathematische Modelle aus, teilweise sind sie für sämtliche derivaten Handelsinstrumente wie CFDs, Knock-outs, klassische und binäre Optionen anwendbar. Dabei ist zu beachten, dass die klassischen Optionen einem starken Zeitwertverlust besonders gegen Ende ihrer Laufzeit unterliegen, der in die Strategien mit Optionen impliziert werden muss.

Allgemeine Binäre Optionen Strategie

binaere optionen strategienAllgemein werden binäre Optionen als gehebelte Derivate auf ein sogenanntes Underlying – einen Basiswert – gehandelt, der steigen oder fallen kann. Mit Optionen gewinnt der Trader in beide Richtungen, er kann also Auf- und Abwärtstrends mitnehmen. Viele Trader handeln mit Derivaten Handelsinstrumenten sehr gern Ausbrüche, Reversals und Swings, sie nutzen sie zudem als Hedge für Aktienpositionen. Die Derivate bilden den Kurs des Underlyings mit einem bestimmten Hebel ab, der sehr moderat (zum Beispiel 1:3) und auch sehr stark (1:1000 und höher) ausfallen kann. Zu den Strategien mit binären Optionen gehören:

  • Call-Optionen: Sie gewinnen bei einem steigenden Kurs des Basiswertes.
  • Put-Optionen gewinnen bei fallenden Kursen.
  • Hedging: Zu einem Aktienpaket, dessen steigender Wert erwartet wird, kauft der Trader eine kleine, preiswerte Put-Option, mit der er sich gegen Kursrückschläge absichert.
  • Breakouts: Der Trader setzt mit einer Call-Option auf den Ausbruch nach oben, gleichzeitig mit einer Put-Option auf den Ausbruch nach unten aus einer Konsolidierung. Das bedeutet, der Trader bildet sich absolut keine Meinung darüber, was geschehen wird, er ist auf beide Richtungen vorbereitet.
  • Swing-Trading: Preiswerte Optionen werden an den vermuteten oberen und unteren Grenzen eines Swings gekauft: oben Put- und unten Call-Optionen.
  • Reversal: Beim vermuteten Umkehrpunkt einer Bewegung kauft der Trader die gegenläufige Option, also an der möglichen Spitze einer Aufwärtsbewegung eine Put-Option, am eventuellen Tiefpunkt einer Bewegung eine Call-Option. Durch den günstigen Preis der Optionen hält sich das finanzielle Risiko hierfür in Grenzen, zusätzlich erfolgt natürlich eine Stopploss-Absicherung.
  • Revelator- oder Hedging-Systeme: Dieser Handel mit Optionen setzt grundsätzlich und zu jeder Zeit auf beide Richtungen und bildet sich folgerichtig absolut keine Meinung über eine vermutete Richtung. Das ist im Forexmarkt indiziert, während bei Aktien per se eigentlich Aufwärtsbewegungen dominieren sollten.

Klassische Strategien mit binären Optionen

Die im Folgenden genannten klassischen Strategien mit Optionen stammen komplett aus der Zeit bis zum Beginn der 2000er Jahre, bevor es Knock-outs, CFDs und Binäre Optionen gab. Sie basieren darauf, dass klassische Optionsscheine nicht wertlos verfallen können, aber ein Ablaufdatum haben, zu dessen Ende sie immer billiger werden. Zudem können sie im oder aus dem Geld notieren, was exotische Strategien zulässt. Aktuell werden nur noch von wenigen Tradern diese binäre Optionen Strategien eingesetzt, die dennoch nicht unerwähnt bleiben sollen. Knock-outs waren die ersten modernen Derivate (eine deutsche Erfindung des Jahres 2003), es folgten 2005 die in Großbritannien entwickelten CFDs und 2008 schließlich die binären Optionen. Diese drei Arten von Derivaten werden heute bevorzugt eingesetzt. Bei den klassischen binäre Optionen Strategien, zu denen als Grundpositionen auch die einfachen Call- und Put-Strategien (siehe oben) gehören, spielt unter anderem die Volatilität am Markt eine maßgebende Rolle. Es werden dazu gezählt:

  • Sicherungspositionen: entsprechen den Revelator- oder Hedgepositionen (siehe oben)
  • Covered Calls: Zum Basiswert kauft der Trader einen durch den Basiswert gedeckten Call, der bei einer Steigerung des Basiswertes einen zusätzlichen Gewinn einfährt.
  • Protective Put: Dieser Put wird als Hedge zu einer Aktienposition erworben und erwirtschaftet einen Gewinn, wenn die Aktie im Wert fällt, er schützt also deren Wert (daher der Name).
  • Reverse Hedge: eine Call-Position auf den Leerverkauf einer Aktie, also das Gegenteil vom Protective Put
  • Collar: Zum Aktienkauf werden ein Call und ein Put gleichzeitig erworben, was eine Kombination aller oben genannten Möglichkeiten darstellt.
  • Spreadpositionen: Der Trader verdient beim gleichzeitigen Kauf und Verkauf in dieselbe Richtung (Call oder Put) bei günstiger Kursentwicklung am Spread.

Dass binäre Optionen Strategien immer mit Risiken verbunden sind, versteht sich von selbst.

Bitte bewerten Sie diesen Beitrag
[Total: 1 Average: 5]
Lernen Sie dieses Angebot kennen: